Es existieren zwei Versionen des SolarLog:
SolarLog100: Anschluss an einen einzelnen
Wechselrichter über RS232-Schnittstelle
SolarLog400e: Anschluss an bis zu 20
Wechselrichter über RS485-Schnittstelle mit Hilfe eines
Schnittstellenwandlers.Der Funktionsumfang des
SolarLog100/400 lässt sich in zwei Bereiche aufteilen:
- Basisfunktionalität
- Internetfunktionalität
Was ist der Unterschied? Die Basisfunktionen stehen immer zur
Verfügung, die Internetfunktionen nur dann, wenn der
SolarLog100/400e an einen Internet - Router angeschlossen ist und
damit Zugang zum Internet hat.
Basisfunktionalität
Daten sammeln
Ca. alle 15
Sekunden werden Meßwerte aus dem Wechselrichter ausgelesen.
Diese Einzelwerte werden gemittelt und alle 5-15 Minuten in den
Speicher zur Archivierung geschrieben. Das kleinste verfügbare
Meßintervall ist also 5 Minuten. Das Intervall kann bis auf 15
Minuten gesetzt werden, um die Speichertiefe zu
erhöhen. Weiterhin werden die Minutendaten weiter verdichtet zu
Tagesdaten, diese zu Monatsdaten und schließlich zu Jahresdaten.
Jeder Ringspeicher ist so bemessen, dass für lange Zeit ein
Rückblick auf alte Daten möglich ist.
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Intervall |
Speicherdauer |
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5-15 Minutenwerte |
ca. 12-120 Tage |
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Tageswerte je WR |
2-3 Jahre |
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Tageswerte Gesamt |
8-15 |
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Monatswerte |
30 Jahre |
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Jahreswerte |
30 Jahre |
Der SolarLog
beginnt mit dem Datenloggen sobald sich der Wechselrichter
morgens einschaltet und endet abends, wenn sich der
Wechselrichter wieder abschaltet. Der SolarLog sollte aber 24h
eingeschalten bleiben, da verschiedene "Datenaufräumaktionen"
und automatische Datensicherung während den Stillstandszeiten
erfolgen.
Daten
visualisieren
Großes Augenmerk
wurde auf die Visualisierung der Daten gelegt. Grundsätzlich war
es das Ziel alle aktuellen sowie auch alle Archivdaten jederzeit
wieder grafisch abrufbar zu machen. Dazu gibt es vier
verschiedene Fenster. Die Tagesübersicht, die die aktuellen
5-Minutenmessungen eines Tages in einem Balkendiagram
aufzeichnet, die Monatsübersicht mit den einzelnen
Tageserträgen, die Jahres- und die Gesamtansicht über alle Jahre
hinweg.
Im unteren
Fensterbereich sind außerdem noch weitere Informationen als
Zahlenwert aufgeführt. In der Tagesübersicht sind das die
momentanen Stromwerte sowie die Tagessumme, in der
Monatsübersicht ein Abgleich der Soll/Ist-Werte zu einem
prozentualen Prognoseertrag, sowie die Monatssumme. Die
Jahresübersicht zeigt ebenfalls die Soll/Ist-Werte und
entsprechend die Jahressumme. Über zwei Navigationspfeile kann
jederzeit in der Zeitskala zurück- und vorgeblättert werden.
Beim SolarLog400e kann außerdem bei Bedarf jeder einzelne
Wechselrichter separat dargestellt werden, natürlich auch
String genau, sofern die angeschlossenen Wechselrichter die Daten
liefern.
Seit neuestem kann auch die Eingangsspannung jedes
Wechselrichters in die Tagesgrafik eingeblendet werden.
Korrekturfaktor
Der Stromertrag,
den der Wechselrichter angibt ist meist etwas geringer oder
etwas höher als was der geeichte Stromzähler zählt. Diese
Abweichung kann durch einen Korrekturfaktor verringert werden.
Der Korrekturfaktor steht anfangs auf 1, kann aber natürlich
frei konfiguriert werden.
Daten
archivieren
Die Archivierung
der Daten erfolgt automatisch zu jeder vollen Stunde im
"Flash-Speicher". Das ist ein Speicher, der auch bei
Stromausfall seine Daten behält, vergleichbar mit einer
Festplatte. Eine Archivierung der Daten außerhalb des SolarLog
ist also nicht notwendig aber, falls gewünscht, jederzeit
machbar. Es gibt Fälle, wo eine Datenarchivierung erwünscht oder
sogar angebracht ist. Z.b. wird empfohlen vor einem
Softwareupdate immer auch eine Datensicherung durchzuführen.
Oder falls Alt-Daten in den SolarLog überspielt werden sollen.
Hier archiviert man zuerst die Daten, speichert sie auf die
Festplatte, öffnet sie mit einem Textverarbeitungsprogramm und
kann die Alt-Daten nachtragen. Abschließend importiert man die
Daten wieder in den SolarLog.
Datendiagnose/Auswertung
Zu der
Datenauswertung gehören folgende Punkte:
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1. |
Erkennung von ausgefallenen
Wechselrichtern |
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2. |
Fehler- und Status-Protokoll |
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3. |
Soll/Ist-Vergleich der Ertragsdaten |
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4. |
Leistungsabgleich einzelner Strings
aller Wechselrichter |
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5. |
Wirkungsgrad des Wechselrichters |
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6. |
Degradation der Solarmodule |
zu 1.) Ist der
oder die Wechselrichter während der unverschatteten Zeit (diese
kann konfiguriert werden) offline, wird ein potentieller Ausfall
per Email/SMS gemeldet.
zu 2.) Die Datenschnittstelle der meisten Wechselrichter liefern
den aktuellen Geräte- und Fehlerstatus. Wechselt ein Status oder
wird ein Fehler gemeldet, erfasst der SolarLog diesen im
internen Ereignisprotokoll. Im Ereignisprotokoll werden Beginn
und Ende vermerkt, so dass jederzeit auch nur kurzfristig
auftretende Probleme nachvollzogen werden können. Beispiel:
Wechselrichter werden üblicherweise etwas unterdimensioniert auf
die Anlage zugeschnitten, damit ein optimaler Wirkungsgrad bei
normaler Sonneneinstrahlung gefahren werden kann.
Einstrahlungsspitzen, die nur sehr wenig Anteil am Gesamtertrag
haben, werden dabei absichtlich nicht berücksichtigt. Der
Wechselrichter schaltet dabei automatisch in die Abriegelung
(Derating). Ohne automatisierter Anlagenüberwachung ist es aber
sehr schwer zu erkennen, ob das Derating nicht zu häufig
einsetzt, also ob eine Fehlplanung vorliegt. Mit Hilfe des
SolarLog kann dies aber frühzeitig erkannt und evtl.
nachgebessert werden.
zu 3.) Anhand
bundesweiter Statistiken kann der zu erwartende Jahresertrag
prozentual auf jeden Monat umgelegt werden. So ist klar, dass der
Januar anteilig wenig "bringt", der Juni aber sehr viel. Der
SolarLog verknüpft nun den gewünschten Jahresertrag
(=Jahres-Sollertrag) mit den Ist-Ertragsdaten der einzelnen
Monate. Tagesgenau wird dabei hochgerechnet, ob der Ertrag im
Soll liegt oder nicht. So läßt sich bereits Mitte des Jahres
ziemlich genau erkennen, ob die Jahresplanung erreicht wird oder
nicht. Jahres-Sollertrag und die Anteile der einzelnen Monate
lassen sich natürlich konfigurieren. Die Prognose-Berechnung
berücksichtigt auch die Ertragsdaten zurückliegender Jahre,
"lernt" also quasi lokale Wetterereignisse wie Schnee im
Januar/Februar automatisch dazu.
zu 4.) Ist der
eingesetzte Wechselrichter ein String-Wechselrichter mit zwei
oder drei Strings, dann kann der SolarLog100 die
Eingangsleistung jedes Strings in Relation zu den anderen
Strings setzen. Sind beispielsweise zwei Strings mit je 14
Modulen vorhanden, ist die zu erwartende Eingangsleistung
jeweils etwa gleich. Weicht die Leistung aber über einen
längeren Zeitraum ab, dann wird dies als Fehler erkannt und
gemeldet. Ein einzelnes fehlerhaftes Modul kann so frühzeitig
erkannt und getauscht werden. Der Überwachungszeitraum
( unverschattete Zeit), sowie die Schwellenwerte bis zum
Ansprechen als Fehler können konfiguriert werden.
Bei Einsatz mehrerer Wechselrichter (SolarLog400) können alle
Wechselrichter auch gegeneinander abgeglichen werden.
Der Ausfall eines Wechselrichters, also Null-Leistung im
unverschatteten Zeitraum führt ebenfalls zu einer Störmeldung.
zu 5.) Eingangs-
und Ausgangsleistung des Wechselrichters ergeben den
Wirkungsgrad. Der ist u.a. abhängig von der Eingangsspannung.
Die meisten Hersteller geben in einem Diagram an, bei welcher
Eingangsspannung sich welcher Wirkungsgrad einstellt. Der
SolarLog zeiht in der Visualisierung den aktuellen Wirkungsgrad
an.
zu 6.) Die
Leistungsabgabe der Solarmodule lässt über die Jahre nach. Der
Nachweis darüber fällt aber sehr schwer, wenn nicht die exakten
Daten über einen längeren Zeitraum vorliegen. Der SolarLog
unterstützt und errechnet anhand der Jahresdaten automatisch die
Degradation.
Konfiguration
Die komplette
Konfiguration des SolarLog erfolgt über den Web-Browser an einem
PC. Es ist keinerlei Installation einer Software notwendig. Der
"Internet Explorer" oder vergleichbare Programme genügen
vollkommen. U.a. sind folgende Dialoge verfügbar:
-
Netzwerkeinstellungen / Zugriffsrechte
-
Anlagendaten
mit Prognose
-
Wechselrichter
-
Visualisierung
-
Homepage
-
Email
-
SMS
-
Störungen
-
Datensicherung automatisch/manuell
-
Zyklischer
Datenexport
-
Systemeinstellungen
-
Firmware
Update
Anschließbare
Geräte
Der
SolarLog100/400 arbeitet völlig autark, ohne Tastatur oder
Display. Der Zugriff erfolgt komplett über einen im Netzwerk
angeschlossenen PC. Der Begriff "PC" ist dabei sehr allgemein zu
sehen. Das kann ein Desktop-Computer sein, ein Notebook oder
irgendein anderes Gerät, mit Bildschirm, Netzwerkanschluß und
einer Web-Browser Software. Siehe dazu auch der Menüpunkt "Voraussetzungen".
Internetfunktionalität
EMail
Im
SolarLog100/400 integriert ist ein Email-Client, der über alle
gängigen Email-Providern wie T-Online, AOL, GMX, Arcor usw.
Emails versenden kann. Es kann also der Internet-Provider
verwendet werden um Emails zu versenden. Dazu müssen lediglich
die Email-spezifischen Daten wie Benutzername und Passwort sowie
die Adresse des SMTP-Servers im SolarLog hinterlegt werden. Es
sind die gleichen Angaben zu machen, die auch eine normales
Email-Programm wie Microsoft Outlook erwarten würde. Per Email
versendet werden können die Ertragsdaten, sowie ein
Status-/Fehlerprotokoll. Zu welchen Tagen und Uhrzeiten lässt
sich konfigurieren.
SMS
Das Versenden von
SMS erfolgt über ein Email-SMS-Gateway. D.h. es wird ein
Email-Provider benötigt, der diesen Dienst anbietet (z.B. Arcor
oder T-Online). Anhand eines Schlüsselwortes im Betreffeld der
Email wird dann erkannt, dass die Email an eine bestimmte
Handy-Nummer als SMS gesendet werden kann. Die Einrichtung des
SMS-Dienstes im SolarLog erfolgt analog zu der
Email-Einrichtung. Die weitere Konfiguration erfolgt auf Seite
des Email-Providers.
Unter www.solarlog-home.de
wird eine SMS-Service kostengünstig angeboten.
Externe
Visualisierung
Da der
Datenzugriff auf den SolarLog nicht öffentlich sein sollte (aus
Gründen der Datensicherheit und beschränkter gleichzeitiger
Zugriffskapazität), besteht die Möglichkeit die Daten auf eine
beliebige Homepage im Internet zu transferieren (FTP). Es stehen
dabei zwei verschiedene Formate an:
-
Daten in
einem SolarLog-internen Format, welche über ein beigefügtes
JavaScript-Programm der Öffentlichkeit präsentiert werden
können (Beispiel unter "Testzugang")
-
Daten im
CSV-Format durch Semikolon getrennt zur weiteren
Verarbeitung in Microsoft Excel o.ä.
Überspielt werden
alle Minuten-, Tages-, Monats- und Jahresdaten.
Überspielintervalle können flexibel konfiguriert werden, z.B.
alle 5 Minuten oder in einem größeren Zeitraum.
Für die externe
Visualisierung wird eine eigene Homepage benötigt, die Sie z.B.
bei www.solarlog-home.de
kostenlos oder bei jedem Internet-Provider für sehr wenig
Geld bekommen können.
Automatische
Datensicherung auf FTP-Server
Obwohl eine
externe Datensicherung durch den nichtflüchtigen Flash-Speicher
eigentlich nicht notwendig ist, kann bei Bedarf eine
automatische Datensicherung auf einen FTP-Server erfolgen. Die
Rückspielung der Daten erfolgt manuell.
Datenimport
Wird der SolarLog
nachträglich an eine Anlage angebunden, können manuell erfasste
Tagesertragsdaten auch nachträglich noch in den SolarLog
importiert werden. Bei mehreren Wechselrichtern wird dann der
Tagesgesamtertrag anteilig auf alle Wechselrichter verteilt.
Systemsicherung
Alle
SolarLog-Konfigurationsdateien können ebenfalls auf die
Festplatte gesichert werden und bei Bedarf eingespielt werden.
Software
Update
Der SolarLog
wurde von Anwendern für Anwender konzipiert. Da ist es nur
logisch, daß nach und nach weitere Funktionen entwickelt werden.
Daher wurde es ermöglicht, Software Updates einzuspielen, um den
SolarLog auf den neuesten Stand zu bringen.
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* Ein
Verkauf unter dem Händler - Einkaufspreis wäre Dumping und ist
unter keinen Umständen möglich. |
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